Honeywell Burdick & Jackson – Die Honeywell Specialty Materials-Marke für Lösungsmittel, DNA-Reagenzien und Laborchemikalien

Lösungsmittelstabilisierung

Lösungsmittelstabilisierung bei Produkten von Honeywell Burdick & Jackson
Lösungsmittelstabilisierung

Lösungsmittel werden - wie andere Chemikalien auch - im Laufe der Zeit abgebaut. Der Umfang der Zersetzung hängt von verschiedenen Faktoren ab - der seit der Aufreinigung vergangenen Zeit, den Versand- und Lagerungsbedingungen, den individuellen Eigenschaften die einzelnen Lösungsmittel und der Zugabe von Stabilisatoren.

Die meisten Lösungsmittel von Honeywell Burdick & Jackson sind von Natur aus stabil und relativ inert. Einige Lösungsmittel benötigen jedoch den Zusatz chemischer Stabilisierungsmittel, um den Abbau zu verhindern oder zu verlangsamen. Bestimmte Lösungsmittel mit geringer Stabilität sind auch ohne Zusatzstoffe erhältlich, da kein geeignetes Konservierungsmittel bekannt ist, mit dem es bei keiner einzigen Analysemethode zu Beeinträchtigungen kommt. Bei all diesen Lösungsmitteln ist eine spezielle Handhabung erforderlich, um Zersetzungsprobleme weitestgehend auszuschließen. Hohe Mengen bestimmter zersetzungsanfälliger Lösungsmittelprodukte können sogar ein Sicherheitsrisiko darstellen.

 

Handhabung von Lösungsmitteln mit geringer Stabilität

Bei der Entwicklung von neuen Verfahren sollten Sie keine Lösungsmittel mit geringer Stabilität einsetzen. Leider sind sie für einige Verfahren unerlässlich. Die meisten Lösungsmittelhersteller empfehlen, ein Produkt innerhalb eines Jahres aufzubrauchen. Diese Zeitspanne beginnt mit dem Tag der Herstellung des Lösungsmittels und nicht erst, wenn der Verbraucher das Produkt kauft oder erhält

 

Alle Lösungsmittel sollten in einer kontrollierten Umgebung gelagert werden. Lagern Sie ungeöffnete Behälter bei Zimmertemperatur in einem belüfteten Sicherheitsschrank für feuergefährliche Flüssigkeiten unter minimaler Licht-, Wärme- und Sauerstoffeinwirkung. Wiederholte oder plötzliche Temperaturschwankungen können dazu führen, dass das Verpackungsmaterial porös oder sogar undicht wird. Diese Porosität macht das Material luftdurchlässig, was zu einer beschleunigten Zersetzung oder sogar zur Kontaminierung des enthaltenen Lösungsmittels führen kann. Nach Anbruch der Verpackung sollten Sie ein nichtstabilisiertes Lösungsmittel in reinem Argon oder Stickstoff lagern und fest wiederverschließen. Diese Lösungsmittel sollten regelmäßig auf Anzeichen von Degradierung untersucht werden

 

Chlorierte Lösungsmittel

Chlorhaltige Lösungsmittel, z. B. Chloroform und Dichlormethan, werden unterschiedlich schnell abgebaut. Die Zersetzungsanfälligkeit eines Lösungsmittels hängt vom Lösungsmitteltyp und von den Lagerungsbedingungen ab. Durch Licht-, Wärme- oder Sauerstoffeinwirkung kann es zur Bildung von freien Radikalen kommen, die zur Entstehung von Phosgenen, Salzsäure und weiteren Abbauprodukten beitragen. Für eine bessere Stabilität und längere Lagerfähigkeit werden chlorierten Lösungsmittel mit Konservierungsstoffen versetzt.

 

Ether

Durch Licht-, Wärme- oder Sauerstoffeinwirkung kann es in Ethern zur Bildung von freien Radikalen kommen, die zur Entstehung von Peroxiden beitragen. Die Entstehung von Peroxiden ist aus mehreren Gründen bedenklich. Peroxide sind explosionsgefährlich und stellen daher ein ernstes Sicherheitsrisiko dar. Darüber hinaus können Peroxide in jeder Lösung mit Analyten reagieren oder bei der Verwendung in mobilen LC-Phasen zu Schäden am Säulenfüllmaterial führen. Um Probleme im Zusammenhang mit der Entstehung von Peroxiden weitgehend auszuschließen, sollten Sie Ether nur in kleinen Mengen kaufen, die innerhalb von 30 Tagen nach Anbruch des Behälters verbraucht werden können. Als zusätzliche Schutzmaßnahme sollten Sie das Lösungsmittel vor dem Gebrauch auf eventuell vorhandene Peroxide überprüfen.

 

Überprüfung der Ether:

Es gibt viele Peroxidprüfverfahren, aber zum Aufspüren von Peroxiden reicht auch ein einfaches Gemisch im Verhältnis 1:1 (v/v) aus einer Etherprobe und einer 10-prozentigen wässrigen Kaliumiodidlösung aus. Eine farblose oder hellgelbe Lösung zeigt eine geringfügige Peroxidkontamination an, während eine dunkelgelbe oder braune Lösung auf erhebliche Peroxidwerte hindeutet. Lösungsmittelherstellern stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, die Degradierung von Ethern so gering wie möglich zu halten. Eine Methode ist die Beseitigung einer oder mehrerer Quellen, die zur Entstehung von freien Radikalen führen. Das Lösungsmittel wird während der Abfüllung in Edelgas gelagert, um Sauerstoffeinwirkung auszuschließen, und zum Schutz des Lösungsmittels vor UV-Licht werden Braunglasflaschen verwendet. Mit diesen Verpackungsmethoden ist das Lösungsmittel bis zum Anbruch der Flasche geschützt. Eine weitere Methode zur Verlängerung der Lagerfähigkeit ist die Zugabe von Stabilisatoren.


Wählen Sie Ihre Sprache